In Frankfurt am Main war ich oft in Gesellschaft eines guten Freundes und Förderers; Christian hat für seine Gäste zauberhafte Abende veranstaltet, mit professionellen Musikern, Künstlern und Autoren.

An einem Abend hat er mir vor einem riesigen Spiegel gezeigt, wie man sich die Smokingfliege bindet und mir seine Laub-Abwurf-Maschine präsentiert. Dieses Gerät war vereinfacht gesagt, eine kleine, mit Laub gefüllte Kiste, die sich öffnen ließ. Sie war an der Decke angebracht, dezent hinter einem Deckenelement, das den großen Raum in zwei Hälften teilt. Saß man nun in der anderen Hälfte des Raums, sah es so aus, als ob Laub von der Decke des anderen Raumteils fiel, eine amüsante Illusion.

Christians damalige Frau ist professionelle Pianistin. Sie spielte an dem Abend ein selbstkomponiertes Stück. Ich hatte also gerade gelernt, wie man sich die Fliege bindet, sitze leicht overdressed im Smoking auf dem Sofa, schaue in seine weitläufige Wohnung, bin eingehüllt in eine Klangwolke, sehe handverlesene Herbstblätter von der 4m hohen Stuckdecke rieseln und bin geborgen in diesem Moment, eins mit dem Kosmos, absolut surreal und fantastisch.

Christian hat mir eine Tür zu einer anderen Welt geöffnet, er hat mir zahlreiche Verbindungen gezeigt zwischen Mathematik, Physik, Musik, Kunst und Lyrik. In seinem kreativen Umfeld durfte ich meine ersten Salon-Vorträge halten. Diesem Esprit fühle ich mich bis heute verbunden. Hier zeige ich Ihnen einige Impressionen der letzten Salon-Vorträge.

1. „Zauberhafte Mathematik"

BFI Tirol, Innsbruck, 6. Februar 2015, Aufnahmen von Frau Mag. Schatzlmair-Pratzer

Sie sehen hier, wie ich ein arabisches Muster live mit der Software GeoGebra nachbaue. Gerade ist die „Kachel“ fertig. Damit wird anschließend das zugehörige Parkett erzeugt. Zum Schluss habe ich in der Software eine geeichte Vorlage darüber gelegt, was passgenau geklappt hat. Anwesende Lehrer/innen waren diesbezüglich fassungslos, aber ich hatte einfach nur so lange im stillen Kämmerlein geübt, bis es gelingt.

Als Rahmenprogramm haben ein ehemaliger Schüler und ich eine kleine Ausstellung organisiert:

Solche Konstruktionscomics sind ohne Formeln oder lange Erklärungen nachvollziehbar und die Gäste konnten so ungezwungen miteinander ins Gespräch kommen. Die nächste Aufnahme zeigt händische Konstruktionen und Berechnungen. Im Laufe des Blogs werde ich welche mit besserer Qualität hochladen.

2. „Zauberhafte Geometrie - islamische Muster aus 1001 Nacht"

Hotel Grauer Bär Innsbruck, 14. Oktober 2015, Aufnahmen von Marc Miller

Um dem Publikum etwas besonderes zu bieten, habe ich Shirts mit arabischer Geometrie handsiebbedrucken und Models darin auftreten lassen:

Model: Tamara Wolf, Handsiebdruck von Birgit Kopp, www.birgitkopp.com

Mein Job ist es, Sie und Ihre Gäste gut zu unterhalten.

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